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Fettiges Haar - Ursachen & Tipps

Wer kennt das nicht, schnell fettende Ansätze lassen einen schnell ungepflegt aussehen.

Die Ursachen dafür sind vielfältig.

Unter der Kopfhaut befinden sich Haarwurzeln und Talgdrüsen. Jedes Haar ist mit einer Talgdrüse verbunden, welche es durch die Produktion von Talg mit einem leichten Fettfilm zum Glänzen bringt und die Kopfhaut schützt.

Also eigentlich eine ganz nützliche Sache.

Der Talg hat also die Aufgabe, Haut und Haar feucht und geschmeidig zu halten und schützt das Haar so vor dem Austrocknen.

Ausserdem sorgt dieser natürliche Säureschutzmantel vor dem Eindringen von Krankheitserregern.

Wird allerdings zuviel produziert, setzt sich der Talg meist am Haaransatz ab.

Gründe dafür gibt es viele. Manche kann man auch nicht gar nicht beeinflussen, andere allerdings durch Umstellung seines Lebensstils oder Gewohnheiten verändern.

 

Gründe:

 

Oftmals spielt die Genetik eine Rolle. Jeder Mensch produziert unterschiedlich viel Talg. Dünnes Haar liegt meist dicht auf der Kopfhaut, sodass es schneller fettig wird. Bei vielen Haaren, wird durch einen erhöhten Anteil Talgdrüsen das Haar eher fettig.

 

Hormonellle Gründe sind auch oftmals Schuld an einer erhöhten Talgproduktion. Besonders in der Pupertät oder in den Wechseljahren bekommt man dies zu spüren. Hormonschwankungen und hormonelle Veränderungen wirken sich auf den Körper aus. Durch übermäßige Auschüttung von Androgen oder Cortisol werden die Talgdrüsen stärker stimuliert.

 

Die richtige Haarpflege ist bei schnell fettenden Haaren das A und O. Oftmals wird durch täglisches Waschen der Haare das Problem noch verstärkt. die Talgdrüsen GEWÖHNEN sich an den täglichen Rythmus und versuchen ständig neu zu produzieren um das Defizit wieder auszugleichen. .

 

Mützen und Caps tragen ebenfalls zu fettigen Haaren bei. Durchs Schwitzen und dadurch, das die Haare auf die Kophaut gedrückt werden, wird dies zusätzlich begünstigt. Auch häufiges Bürsten oder Kopfmassagen regen die Talgdrüsen an.

 

Krankheiten sind manchmal auch ein Auslöser. Akne, Seborrhoe, Haarwurzelentzündungen sind einige davon. Auch Parkinson ist dafür sehr bekannt. Ein Dopaminmangel führt dazu, dass man seine Bewegungen nicht mehr richtig steuern kann, daher das Zittern. Anderseits werden Schweiß und Talgdrüsen aktiviert und es kommt zu einer Überproduktion.

 

Was man dagegen tun kann:

 

Haarpflege anpassen.

 

Ein leidiger Kreislauf. Wäscht Du dein Haar zu oft, kurbelst Du die Talgproduktion an. Allerdings sollte man ja gerade bei fettigen Haaren auf das Haare waschen nicht verzichten.

Aber keine Sorge, man kann die Haare sozusagen trainieren, weniger Fett zu produzieren. Dafür muss man die Talgdrüsen an einen neuen Haarwäsche-Rhytmus gewöhnen.

Am besten man verwendet nur lauwarmes Wasser und verzichtet auf das Föhnen. Denn zusatzliche Wärme stimuliert die Kopfhaut. Ausserdem macht es Sinn das Waschen auf den Morgen zu verlegen, denn unsere Drüsen sind nachtaktiv, was die Produktion begünstigen würde. Bei fettigem Haar gilt: Weniger ist mehr. Verwende am besten Silikon und Ölfreie Schampoos, da diese rückfettend wirken. Auch gehören Conditioner und Kuren absolut nur in die Spitzen um die Ansätze nicht noch zusätzlich zu beschweren.

Trockenschampoo ist eine tolle Notlösung. Es nimmt das überschüssige Fett auf und kaschiert den fettigen Ansatz.. Sprühe es gleichmäßig auf die Ansätze und bürste es gut durch. Schon fühlt es sich leichter und duftig an.

Aber Vorsicht, nicht zuviel! Sonst hinterlässt es einen grauen Schleier.

 

Hausmittel gegen fettiges Haar

 

Hier muss ich immer dabei sagen, es kommt auf die richtige Mischung an, damit das Haar nicht zu sehr abgesäuert wird.

Generell bin ich immer für das salonexklusive Produkt, was speziell für den Nutzen hergestellt wurde und auch dem restlichen Haar bekommt.

Wer dennoch die Hilfe in der eigenen Küche sucht......dies sind Fundstücke aus dem Netz, welche dem fettigen Ansatz an den Kragen gehen sollen.

 

Eine Spülung aus Apfelessig und Wasser soll den PH-Wert der Kopfhaut regulieren und übermäßigem Talg entgegenwirken.

Einen ähnlichen Effekt hat eine Spülung aus zwei Zitronen und Wasser und etwas Honig.

Schwarzer Tee und der hohe Anteil an Gerbsäure hilft effektiv gegen fettige Haare. Die Poren ziehen sich zusammen und die Haare fetten langsamer.

 

Die richtige Ernährung

 

Raffinierte Kohlenhydrate und Fettsäuren wirken sich häufig Negativ auf Haut und Haar aus. Daher ist eine ausgewogene und gesunde Ernährung unerlässlich. Haferflocken z.B. liefern viele Spurenelemente und Zink normalisiert die Talgproduktion. Auch

Nüsse, Avocados und Aprikosen helfen und unterstützen ebenfalls.

 

 

Neulich habe ich von einer neuen Bewegung gehört "No POO"- die fordert, das Haare waschen komplett einzustellen, um Chemikalien im Haar zu vermeiden, welche das natürliche Gleichgewicht und die Talgproduktion stören können.

So sollen Haar und Kopfhaut ihr natürliches Gleichgewicht wieder finden, bei dem nicht soviel Talg produziert wird.

Ich zweifel allerdings an dieser Theorie und stelle mir diesen Weg recht müffelig vor.

Ein gesundes Mittelmaß an reduziertem Waschen und mildem Schampoo ist hier deutlich der bessere Weg, finde ich.:-)